Neueröffnung der Arbeitslosentreffs
Vor kurzem öffneten die Arbeitslosentreffs in Aschaffenburg, Obernburg und Alzenau nach einer 6-wöchigen Schließung wieder ihre Pforten.

Das Diakonische Werk Untermain musste die drei Arbeitslosencafés aus finanziellen Gründen zum 1. Mai schließen. Nach heftigen Protesten aus der Bevölkerung gründeten Mitarbeiter, Gäste und Befürworter des Treffs den Verein „Café Sozial“.

Die öffentliche Reaktion hat den Aktiven Auftrieb gegeben, sagt Nina Schreiner: „Das hat uns gezeigt, welchen Stellenwert wir in der Gesellschaft haben.

Nina Schreiner, Peter Klein und Hans Tuchscherer vom neu gegründeten Verein „Café Sozial“ freuen sich, ihre erfolgreiche Arbeit fortsetzen zu können, wollen aber auch neue Ideen realisieren.

So sollen zum Beispiel die Café-Räume abends auch Gruppen, Parteien und Initiativen für kulturelle Angebote zu erschwinglichen Preisen offen stehen.

Neben den eigenen Einnahmen ist der Verein aber vor allem auf Spenden und die finanzielle Unterstützung der Kommunen angewiesen. Natürlich ist jede Mitwirkung aus der Bevölkerung willkommen. „Wir können jede Hilfe in Form von Geld-, Sach- und Kuchenspenden gebrauchen“ erklärt Projektleiter Hans Tuchscherer.

Die Sozialberatung wird künftig nicht mehr über das DWU, angeboten, sondern nach vereinbarten Terminen im Café von der früheren Mitarbeiterin der Diakonie, Nina Schreiner.

Die ARGEn und Arbeitsagenturen der Standorte haben ihre weitere Unterstützung durch die Finanzierung von Arbeitsgelegenheiten zugesagt. Diese so genannten „Ein-Euro-Jobber“ helfen ab sofort wieder Arbeitsuchenden beim Ausfüllen von Formularen und Anträgen, bei der Stellensuche und dem Erstellen von Bewerbungsunterlagen. Aber auch Menschen, die hier einfach einen Kaffee trinken wollen, sind nach wie vor willkommen.

Auch die Diakonie habe sich als „Fairer Verhandlungspartner“ gezeigt, hebt Peter Klein hervor. Die Räume wurden eingerichtet übergeben, selbst die Computer stehen noch an ihren Plätzen. Das erspart dem jungen Verein die Kosten einer Neuausstattung.

LEILA 50plus hat die Einrichtung des Café fifty von Anfang an entscheidend mit geprägt. Um so mehr freuen sich die Projektverantwortlichen, dass die Fortführung der Cafés gesichert ist.

Auch zukünftig soll, vor allem im Bereich Öffentlichkeitsarbeit und Netzwerk, die Zusammenarbeit fortgesetzt werden.


Quelle: LEILA 50plus Informer - Ausgabe August 2008

Die Cafés im Internet:

www.cafe-arbeit-alzenau.de
www.cafe-oase-aschaffenburg.de
www.cafe-fifty-obernburg.de

















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